Die Heilige Woche

IMG_2771… steht am heutigen Vorabend von Palmarum vor der Tür. Ich weiß nicht, wie Ihr sie gestalten werdet. Mich wird dieses Gebet durch die Tage begleiten:

Ohne Vorbehalt und ohne Sorgen
leg’ ich meinen Tag in Deine Hand.
Sei mein Heute, sei mein gläubig Morgen,
sei mein Gestern, das ich überwand.
Frag mich nicht nach meinen Sehnsuchtswegen,
bin aus Deinem Mosaik ein Stein.
Wirst mich an die rechte Stelle legen,
Deinen Händen bette ich mich ein.
(Edith Stein)

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gesegnete Heilige Woche!

Konvertiten-"Szene": Hinweis auf Blog

Ausnahmsweise ein zweiter Post heute. Ich möchte noch auf das Blog des Personal Ordinariate of Our Lady of Walsingham hinweisen (auch in der Blogroll). Zu diesem gehören ehemals anglikanische Geistliche, ihre Familienangehörigen und oft auch komplette Gemeinden, die in die römisch-katholische Kirche aufgenommen wurden. Grundlage dieses Personalordinariates ist übrigens die Apostolische Konstitution Anglicanorum coetibus aus dem Jahre 2009, in der unter anderem so spannende Dinge geregelt sind wie z.B. die Tatsache, dass weiterhin anglikanische Traditionen in der katholischen Liturgie ihren Platz finden können („katholisch“ hat eben auch was mit weitem Horizont zutun ;-). Mit diesem Personalordinariat werden wir uns von Seiten des deutschen Konvertitenkreises, der ehemals lutherische Pfarrer/innen zumeist hochkirchlicher Prägung umfasst, künftig enger vernetzen. Erste Kontakte verliefen vielversprechend, und persönliche Besuche sind ebenfalls geplant.

Bücherlotto

In der Fastenzeit ist es – eigentlich in allen Klöstern? auf jeden Fall hier – üblich, dass man sich ein biblisches Buch genauer vornimmt. Diese Tradition geht zurück auf die Benediktsregel, wo es heißt, dass in derE_Ezechiel Fastenzeit jeder Bruder ein Buch aus der Bibliothek bekommt und lesen soll. Lange haben die Ordensleute dann erbauliche Literatur erhalten; bis man irgendwann entdeckte, dass es eigentlich um biblische Bücher ging. Nur – wie kommt jeder zu seinem Buch? Selber aussuchen? Die Experten würden dann womöglich den Titusbrief wählen 😉 Nein. Die Lösung heißt: Losverfahren. Dasselbige fand am Aschermittwoch beim Fastenkapitel* statt. Und wie so oft hatte ich auch da ein „glückliches“ Händchen und zog den Propheten Ezechiel … 48 Kapitel … Die Schwester neben mir zog übrigens Jona. Tja, das Leben ist nicht immer gerecht 😉 Also lese ich nun neben diversen anderen Büchern auch noch den Ezechiel. Recht mühsam und abgefahren, aber nicht ohne Gewinn. Ansonsten ist die Fastenzeit hier durch mehr Stille gekennzeichnet. Freitags z.B. wird bei keiner Mahlzeit gesprochen. Die Orgel schweigt. Freitagsabends ist Kreuzweg. Wirkliches Fasten bleibt allerdings jedem selbst überlassen – manche fasten Süßes, andere Fleisch, Alkohol oder was auch immer, andere nicht, die haben dafür persönlich andere Vorsätze. *Kapitel bezeichnet verschiedene Dinge: einerseits die Lesung eines bestimmten Kapitels aus der Regel; andererseits die Veranstaltung, bei der das Kapitel gelesen wird; und drittens die versammelte Gemeinschaft. Beim Fastenkapitel wurde natürlich auch das Kapitel aus der Regel übers Fasten verlesen, ansonsten geklärt, wie mit bestimmten Dingen in der Fastenzeit verfahren wird. Und natürlich Bücherlotto veranstaltet.  E-Initiale zum Ezechiel-Kapitel der Winchester-Bibel (12. Jh.)

PNG – am Ende der Welt?

Heute möchte ich besonders auf ein spannendes Blog aus meiner Blogroll hinweisen: http://meinsabbatical.blogspot.de/ Hier berichtet Anne-Kathrin aus Deutschland von ihrer Zeit in Papua-Neuguinea, ihrer kirchlichen Tätigkeit in einer völlig anderen Welt. Sehr interessant ist auch dieser Bericht aus der ARD-Mediathek http://www.ardmediathek.de/tv/WDR-Weltweit/Buschpilot-im-Namen-Gottes-Auf-Mission/WDR-Fernsehen/Video?documentId=26678934&bcastId=7989132 über den Missionar Martin Köhler, der in PNG als Buschpilot für eine christliche Hilfsorganisation arbeitet.  Foto ausgeliehen von meinsabbatical.blogspot.de 😉